„Wo komme ich überhaupt hin?“
…war eine der Fragen, die es nach dem Erhalt der „Placement Information“ sofort zu klären galt.
Google und Wikipedia aufgerufen und losgegoogelt.
Eigentlich unfair, dass es für Google ein eigenes Verb im Duden gibt, für Wikipedia aber nur das öde „nachschlagen“. Okay, gewikipediat hört sich zugegebenermaßen eher nach einem ausgestorbenen Dinosaurier an als nach „im Lexikon nachschlagen“, aber trotzdem hiermit der Aufruf: Schließt euch der Bewegung an: Ein Verb für Wikipedia! Derjenige, der das Pech hat, diesen Satz als erstes gelesen zu haben, darf die Bewegung dann auch gleich gründen. Viel Spaß! … aber back to topic:
Arizona
Arizona (gesprochen irgendwie so: [æɹɪˈzoʊnə]) bedeutet auf uto-aztekisch „Land der kleinen Flüsse“. Wenn man will, kann man es aber auch vom Spanischen herleiten: árida+zona = trockene Zone = Wüste eben. So ganz sicher scheint sich da keiner zu sein, aber ich finde die erste Version schöner. Wann immer ihr also das Wort Arizona auf dieser Homepage lest, denkt daran: Es bedeutet „Land der kleinen Flüsse“ und nicht „Wüste“.
Der Staat an sich liegt im Südwesten der USA und trägt die Abkürzung AZ. Wann immer ihr also AZ auf dieser Homepage lest, denkt daran: Es bedeutet Arizona. Na, was bedeutet es also? Wenn du es noch weißt, darfst du jetzt weiterlesen und folgendes Lob einheimsen: „Gut gemacht!“, wenn nicht „Gehe ins Gefängnis! Begib dich direkt dort hin. Gehe nicht über Los… etc.“
Hier noch eine Karte, die ich mal gewikipediat habe und auf der Arizona hervorgehoben ist.
Das lange links daneben ist, klar, Californien. Im Nordwesten ist Nevada und im hohen Norden Utah. Der Staat im Osten müsste New Mexico sein. Im Süden, also nicht mehr USA, ist natürlich Mexiko. Ich freue mich jetzt schon auf die ganzen Tacco-FastFood-Ketten, die von dort herüber geschwappt sind. Die sollen laut Reiseberichten ehemaliger Austauschschüler sagenhaft sein.
Vom Klima her ist Arizona, wie schon in der Herleitung des Namens, die wir hier nicht verwenden, angedeutet: trocken! Was will man auch von einem Staat anderes erwarten, der ungefähr auf der Höhe von Marokko liegt? Wüsten- bis Halbwüstenklima und im Norden Steppenklima.
Laut Wikipedia soll die nähe zu den Rocky Mountains außerdem dazu beitragen, dass es große Temparaturunterschiede zwischen Tag und Nacht gibt. Naja, laut meiner Hostmum Nancy fällt im Sommer die Temparatur zwar um ganze 10° Celsius, aber ob ich jetzt nachts bei 35° C dünste oder bei 45 Grad tagsüber langsam gaare, ist mir ziemlich egal. Beides viel zu heiß! Naja, ich werde es lernen müssen das auszuhalten und freu mich trotzdem auf Sonne Non-Stop.
5.956.000 Einwohner haben 2006 diese mörderischen Temparaturen ertragen. Dass davon 63,8% Weiße waren, 25% Lateinamerikaner, 5,0% Indianer, 3,1% Schwarze und Afro-Amerikaner und 1,8% Asiaten, interessiert dabei wahrscheinlich keinen. Vielleicht dann noch eher, dass es der am schnellsten wachsende Staat der USA ist.
Geschichte: Nachdem von 300 bis 1200 n.Chr. in Arizona die Hohokam-Kultur gewütet hatte, kamen im 18. Jhd. ein paar spanische Missionare dorthin und gründeten die ersten Städte. Kein Wunder also, dass das Gebiet auf dem heute Arizona liegt vorerst zu Mexiko gehörte.
Gut, dass sich das im Laufe der Geschichte geändert hat, sonst könnte ich hier jetzt nicht über mein Auslandsjahr in den USA in Arizona schreiben und wäre zudem noch fleißig am Spanisch-Büffeln in den Ferien. Eine grauenhafte Vorstellung!
Aber glücklicherweise kam 1846 das, was damals die USA war, auf die Idee, dass es doch schön wäre, wenn man sein Gebiet bis zum „Rio Grande“ ausdehen würde. Gesagt getan wurde flott mit Truppen einmarschiert und, erst nachdem man die erste größere Schlacht gewonnen hatte, der Krieg erklärt. „Erst schießen, dann Fragen stellen!“
Nach dem Sieg der Vereinigten Staaten 1846 wurden Californien, Texas, New Mexico und Arizona den Mexikanern für den Schnäppchenpreis von 15 Mio. Dollar abgekauft. Da können Aldi, Lidl und Co nicht mithalten!
Später wurden für 10 Mio. Dollar noch ein paar zehntausend Quadratkilometer von James Gadsden dazugekauf. Darum heißt dieser Deal „Gadson-Kauf“. Logisch, oder?
Am 14. Februar 1912 wurde Arizona dann schließlich als 48. Staat in die USA aufgenommen. Geschafft!
Ich konnte mein Auslandsjahr in den USA in Arizona verbringen.
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Paradise Valley

Das hörte sich nach einem Ort an in dem es sich für ein Jahr gut leben lässt.
Dieser erste Eindruck hielt auch näheren Recherchen stand. Das Dorf „Paradise Valley“ hat knapp 15.000 Einwohner, die auf einer Fläche von 40 km² leben. Da das nicht ganz so viel ist, wird das Paradise Valley häufig als „Anhängsel“ des benachbarten Scottsdale beschimpft. Okay, ich als Castroper habe auch oft schon „in der Nähe von Dortmund“ gesagt, wenn ich beschreiben wollte, wo ich wohne. In dieser Hinsicht sollte sich für mich also kaum etwas ändern.
Das Tal selbst ist umgeben von zwei Bergen: nämlich dem Mummy Mountain (s.o.) und dem Camelback Mountain, der seinen Namen der schönen Höckerform seiner Gipfel verdankt.
Zu den 15.000 Einwohnern kommen zu allen Jahreszeiten, hauptsächlich aber im Winter und im Frühjahr, noch Tausende von Touristen hinzu. Paradise Valley hat ganze zwölf Urlaubsorte (Mir fällt gerade in diesem Zusammenhang keine bessere Übersetzung für ‘resort’ ein und leo.org spuckt auch nichts brauchbares aus.) und ist damit eine der beliebtesten Ferienorter der ganzen USA.
Da wo andere Urlaub machen, werde ich für ein Jahr leben. Neidisch?
Wegen der wenigen Einwohner hat Paradise Valley auch keine eigene High School und auch das „Paradise Valley Hospital“ liegt in Scottsdale. Ich habe so eine wage Ahnung, dass ich mehr in Scottsdale und Phoenix leben werde als in Paradise Valley, aber das wird bestimmt auch toll.
Bei den Persönlichkeiten, die dort lebten und immernoch leben muss man echt staunen. Sowohl US-Präsidenten als auch Sportchampions wählten das Dörflein immer wieder als Altersresidenz. So starb dort der republikanische Präsidentschaftskandidat Berry Goldwater genauso wie drei anscheinend namenhafte, aber mir unbekannte Senatoren.
Zur Zeit wohnen dort unter anderem der HeavyMetal Sänger Alice Cooper und die ehmaligen Supreme-Court Richterin Sandra Day O’Conor, die meines Wissen letztes Jahr in den Ruhestand eingetreten ist.
Der berühmteste der Sportler, der ehemalige Profiboxer Mike Tyson, musste leider im April dieses Jahres sein Haus dort verkaufen, weil die Polizei irgendwelchen illegalen Aktivitäten von ihm auf die Schliche gekommen ist. Jetzt verbleiben dort „nur noch“ ein paar Baseball-Prommis deren Namen ich noch nie im Leben gehört habe und der Autor Clive Cussler.
Mehr als diese Infos geben der spährliche Eintrag in Wikipedia und die noch spärlichere Seite der Stadtverwaltung nicht her. Vielleicht bezogen auf den spärlichen Bewuchs, der abseits der drei Golfplätze aus der Luft sehr, sehr karg aussieht.
Dieser Artikel wird also vermutlich noch einmal aktualisiert, wenn ich entgültig dort angekommen bin.
MapKit.display();

[...] Arizona und Paradise Valley [...]
Ziehe in 3 monaten nach phoenix wuerde gerne wissen ob es da deutsch sprachige schulen oder deusche supermarkte gibt.
es wuerde mir sehr helfen.
danke
Johnson Silke