Es ist echt peinlich, wenn man keine Treppen steigen kann, weil die Oberschenkel bei jedem Heben so hoellisch brennen, dass man am liebsten einen Fluch ausstossen wuerde, der einem garantiert sofort einen Referral und ein Gespraech mit der Schulleitung einbringen wuerde.
Um es kurz zu machen: Ich bin dem „Track&Field“-Team meiner Schule beigetreten.
Nach 7 Monaten ohne jeglichen Sport hat sich selbst meine vorherige Moechtegernkondition in Rauch aufgeloesst und jetzt heisst es auf einmal zwei Stunden taeglich Training von 3 bis 5 Uhr in der gluehenden Mittagshitze von 75 Grad Fahrenheit, die ohne eine Chance auf Schatten noch unerbittlicher auf den Sportplatz herniederzubrennen scheint. „Wasser, Wasser“, ist der verzweifelte Kampfschrei.
Track&Field ist so viel wie Leichtathletik. Es gibt das Distanzteam, das taeglich mindestens 3 Meilen zuruecklegt – meist mehr, dann die Sprinter, Springer (Hoch-, Weit-, Drei- und Stabhochsprung) und das Wurfteam, das alles ausser „Haemmer“ in einem weiten Bogen ueber das Baseballuebungsfeld schleudert und damit tiefe Loecher in den huebschen Rasen reisst. Das mache ich!
Unsere Wurfcoaches sind zwei angsteinfloessend muskuloese Zwoelftklaesslerinnen und der Wrestlingcoach. Er war fuer die ersten Trainings nicht da, da sich einer seiner Wrestler fuer die State Championship qualifiziert hatte und er nach eigener Aussage die letzten zwei Wochen damit verbracht hatte, den Wrestler „Tag und Nacht immer wieder zu toeten“ und auf das Schlimmste vorzubereiten. Nun scheint er allerdings in uns neue Opfer gefunden zu haben!
Naja, ich werde das durchstehen und wenn nicht, bleibt mir immernoch die Alternative, ihm eine der Metallkugeln (Shot Put) and den Kopf zu werfen, die er uns nach jedem Training vier Mal um den Ring spazieren joggen laesst – eine Runde ist eine Viertelmeile.
Dies ist leider auch der Grund, wieso sich bei mir die Themen sammeln, allerdings so wenig hier durchkommt. Tut mir leid, ich muss erst herausfinden, wie ich den Blog wieder in diesen veraenderten Terminkalender einbinde.
Ich habe leider noch keine Photos gemacht, darum hier erst Mal ein geklautes.
Hallo David,
es ist ja witzig, was mir aus USA so alles unter die Augen kommt – sei es nun von Dir oder in meiner Tageszeitung. Ich will Dir den Artikel vom 08.02.2008 nicht vorenthalten, wenngleich ich vermute, dass Du im Moment nicht wirklich darüber lachen kannst (oder???). Der wahre Hintergrund aber ist, dass ich, obwohl ich fast täglich Deinen Blog besuche, mich endlich auch mal wieder melden will. Immerhin finde ich in Deinen Aufzeichnungen derzeit nicht wirklich etwas Besorgniserregendes, sodass ich Dir nur sagen kann: Weiter so!
LG Ursula
Und hier ist der Artikel:
Wer hier die Geschichte von Thomas Dold liest und auf den Aufzug in den ersten Stock wartet, der laufe wenigstens rot an vor Scham, bevor er sich „liften“ lässt. Thomas Dold ist auch rot angelaufen, aber nicht als ertappter Phlegmatiker, sondern als hyperaktiver Treppenhochhaus-Läufer. 1576 Stufen hinauf aufs Empire State Building in New York City musste er nehmen. Der Stuttgarter Student schaffte es in zehn Minuten und gewann zum dritten Mal hintereinander das Rennen auf die Aussichtsplattform des einstmals höchsten Hauses der Welt. Wohlgemerkt: kein Treppenwitz, nichts als die Wahrheit, die verrückte Wahrheit. Sinatras New-York-Huldigung „If I can make it there, I’ll make it anywhere“ – „wenn ich es dort schaffe, schaffe ich es überall“ – gilt für die Thomas Dolds dieser Welt. Wer Manhattan aufs Dach steigt, und das zu Fuß, den macht nichts mehr schwindelig, es sei denn: Höhenrausch.
Mc.
Klingt doch alles ganz einfach
Was bsit du nur fuer ein Schwaechling=p
Ne, Spass beiseite, stimmt es, dass die meisen Leute in den USA entweder sehr unsportlich oder sehr sportlich sind und sie sich alle die Beine rasieren?
Das muss doch eklig beim Sport aussehen^^
Hey, wie kommt’s? Du hast doch nicht etwa die Piccoloflöte getauscht? Ich hoffe, „nur“ ergänzt. Und der Hintergrund für Deine neuerlichen Aktivitäten ist doch sicherlich die Chance auf Kontakte der ganz anderen Art – zumindest ist von tötenden Wrestlern bisher noch nichts rübergekommen! Oder macht sich doch die amerikanische Ernährung bemerkbar und Du bist zu geizig für neue Klamotten??? – Egal warum – auch zu diesen Aktionen: alles Gute und viel Spaß. (Du weißt, dass ich Dir nur wenig Tipps zur optimalen Bewältigung von Muskelkater geben kann!)
All eure Fragen und Kommentare werden im naechsten Artikel ueber Track&Field beantwortet.
Ich haette naemlich noch viel mehr schreiben koennen, leide aber momentan ein bischen unter Zeitmangel.
Boah David, das muss aber besser werden mit dir hier. Dein Blog und deine Leser schmachten hier regelrecht weil dein Blog so unregelmässig gefüttert wird.
gruss
Andreas
Hallo Andreas,
tut mir Leid, aber mit zwei Stunden weniger am Nachmittag und vollgestopften Wochenenden, muss ich erst einmal gucken, dass ich das alles geregelt kriege.
Ich habe schon drei Themen ueber die ich umbedingt schreiben muesste, allerdings keine Zeit. Heute wird vielleicht wieder eins abgearbeitet.